Montag, 2. September 2013

Absch(l)ussblog



Nun liebe Blog-Gemeinde folgt der letzte Streich, das Finale Grande, der Schlusstrich unter allen Fuchs-Runden, die Endabrechnung sozusagen! Nachdem ich eben den vorhergehenden Blog gelesen habe, musste ich ernsthaft überlegen, was wir an unserem Abschlussabend gemacht haben. Jetzt fiels mir: wir waren in Noja. Ach nee. Ging ja nicht, weil sich wieder mal kein Teamer in der Lage sah zu fahren. Vielen Dank hierfür nochmal! Was da im Argen liegt, frage ich mich. So ein Abschlussabend mit Gitarre und bisschen Schmusemusik brettert da natürlich auf der Vorfahrtsstraße nach Langweilhausen. Qué claro!
Naja die Pandas haben mit ihren empfindlichen Partyohren aus der Ferne des Bambus ein wenig Musik vernommen und pilgerten mit der handlichen 1l-Flasche San Miguel Richtung Tanze. Sie wurden aber leider mäßig enttäuscht: es handelte sich um eine private (Familien-)Feier, die mit etwas lauterer Musik stattfand. Was danach geschah, verlor sich etwas in den Wirren des spanischen Bierverschnitts. Vermutlich Fuchs mit anschließend deutsch-schweizerischer Rangelei ;-)
Umso besser starteten wir in den letzten Vormittag der uns verblieb, bei dem wir nochmal alle Klischees bedienen sollten, die wir uns mühsam über zwei Wochen erarbeiteten. Der Tag begann für uns recht normal: Frühstück. Sektfrühstück. Den Sekt hierfür haben die Pandas in einer mannschaftlich geschlossenen Einzelleistung beim Flunky-Ball errungen und für DEN einen Moment bis zum Ende aufgespart. Verstörte Blicke und müdes Lächeln der Teamer und Campleitung ließen den Geschmack der Blubberbrause erheblich steigen – auf: „geht so“, kurz über der Grenze zu: „Geht nur mit Orangensaft“.
Anschließend haben wir dann vorbildlich unsere Zelte gereinigt und wie es sich gehört, aber wirklich unabsichtlich, beim Zurückräumen der Liegen ins Zelt selbiges nochmal eben zerstört. Passiert. Aber ein Zelt, das vermutlich seit 1973 an der Stelle steht, wo es auch dieses Jahr stand, kann schon mal kaputt gehen. Diese Saison müssen die Risse aber noch geklebt werden, dafür ist einfach noch kein Geld da! Woher soll das auch kommen? Aus der Brettmiete? Aus den Gewinnen für jeden Transfer zum Flughafen? Wobei, der ist doch mit 60€ recht niedrig angesetzt. Ergibt sich doch betriebswirtschaftlich nur ein Aufwand von 51,60€. Bleiben also 8,40€ Gewinn, eine Marge von gerade einmal – naja komm das ginge jetzt zu weit. Man muss ja auch dazu sagen, dass wenn acht Leute drin sitzen, wie am Samstag auf der Heimreise, jeder nur 7,50€ zahlen müsste. Eigentlich doch recht günstig für knapp 80km. Wenn da nicht dieses „müsste“ wäre. Denn wenn da gleichmal zwei Teamer drin sitzen, wird nur noch durch sechs geteilt. Ich mein, das ist ja i.O. wenn man deswegen nicht schon zwei Stunden vor Abflug am Flughafen sein muss. Nicht wahr Frank?
Franks verbales Luftmachen im Anschluss an diese Fahrt war nicht nur der Tatsache 2,50€ mehr zu zahlen zu müssen geschuldet. Viel mehr war es eine Eruption angestauter Missstände im Camp, wie: fehlende Möglichkeiten der Musikwiedergabe, mangelnder Bereitschaft einzelner Teamer usw. Regen wir uns hier nicht mehr auf.
Dabei hatte doch der Morgen nach dem Sektfrühstück die richtige Richtung eingeschlagen. Ich versuche hiermit wieder den Faden des ursprünglichen Blogeintrags zu finden. Nach dem wir also unseren Pfand für die Zelte zurück hatten, verblieb Zeit für Schandtaten. „Flip Cup“ waren die Worte der folgenden 60 Minuten. Die nutzen wir um unser letztes Bier zu leeren, weiteres zu ordern und dabei auch die Cola-Bestände durch die Erkrankten beseitigen zu lassen. Anschließend begaben wir uns nicht wirklich nüchtern auf den Weg nach Bilbao. Der endete nach einem Zwischenstopp am Hauptbahnhof für uns ca 90. Minuten zu früh am Flughafen, wo sich Frank, dieser Vulkan von Mann, entlud.
Ihre Wut entladen hätten sicher auch gern die gefühlt 50 Mann hinter uns im Check-In. Denn wir sechs wollten ja nicht alle nach Dresden. Das fiel der Dame am Check-In leider erst NACH Markierung der Taschen auf, sodass Manus Gepäck nochmal herausgesucht und neu frankiert werden musste. Letztendlich kamen alle Gepäckstücke da an, wo sie hin sollten. Auch mein äh Brandis Surfbrett hat es in einem Stück zurück nach Dresden geschafft. Vielen Dank dafür liebe Lufthansa!
Vielen Dank auch den Surflehrern im Camp, die uns dieses Jahr wieder viel beibringen wollten und dies auch geschafft haben. Darüber hinaus waren sie auch außerhalb des Wassers für Späße und Party bereit, was sich leider nicht auf die Teamer auswirkte. Und José? Naja der hatte es sich bei uns ja eigentlich am ersten Dienstag schon ordentlich verschissen, hat das Ruder ab rumreißen können. Im Gegenteil zu seinen Kollegen. José – Georg möge dir das ausrichten – bleibt nur zu hoffen, dass sich dieses Mal jemand findet, der dich zum Flughafen bringt und du nicht wie zur Ankunft mit dem Bus von Bilbao nach Ajo kommen musst! Sei dir hiermit auch nochmal die silberne Teamer-Ehrenmedaille verliehen!
In diesem Sinne wieder eine dicke Pandadoppelfaust!
Schnei





Freitag, 30. August 2013

Sozialschluck



Wertes Blog-Lese-Team, es folgt der Erfahrungsbericht einer Surfgruppe, die sich wie durch Zufall in Ajo zum Surf-Urlaub eingefunden hat. Nach einer kurzen Phase des fehlenden Schlafes nach unserem Noja-Abend, konnten wir alle am Mittwoch wieder voll durchstarten. Die Wellen waren gelinde gesagt recht klein und entsprachen nur teilweise dem Kenntnisstand der Gruppe. Aber unser Surflehrer Philipp, übrigens ein klasse Typ, ermutigte uns mal auf die großen Softboards umzusteigen und damit in den kleinen Wellen zu spielen. Gesagt, getan. Es wurde ein super Tag, wir alle hatten super Wellen, die während unser Einheit sogar noch größer und besser wurden. Fast alle hatten die "Welle des Urlaubs" gestern. Einfach fantastisch und damit auch ein ziemlich guter Abschluss von fast zwei Wochen Dauersurfen.

Heute war dann die tatsächlich letzte Surfstunde für diesen Urlaub, fast jeder konnte sie auch wahrnehmen und es waren ähnlich perfekte Bedingungen wie gestern. Danke dafür lieber Surfgott. Als glänzender Abschluss des Urlaubs war es uns heute möglich auch noch einen kleinen Ausflug nach Santander zu unternehmen. Nach ein paar Bier bei ermutigender Musik und neben einer dreier Runde Fuchs, fuhr uns José, der einzige Teamer der wohl den Van fährt nach Somo. Während dieser Fahrt schaffte ich es ihn davon zu überzeugen uns nicht nur in Somo abzugeben sondern doch gleich mitzukommen auf den Trip. Nach ein paar Abwehrversuchen mit der Ausrede er sähe aus wie ein Zigeuner, willigte er ein und wir stiegen zusammen auf die Fähre nach Santander.  Zehn spannende aber visuell erhellende Minuten später begrüßte uns Santander. Bei schönstem Sonnenschein nahmen wir ein paar leckere Tapas zu uns und erkundeten die Stadt zu Fuß. Höhepunkt war der Aufstieg auf einen Aussichtspunkt und der folgende Abstieg. Versüßt durch eine große Menge Babykatzen.

Im Camp erwartete uns das alltägliche Abendbrot und die Abendgestaltung des Abschlussabends war: Auswertung des Fotowettbewerbs. Jiha.

Wir verbleiben mit der letzten Fäkalsteif™-Faust aus Ajo,
Frank und der Rest der Rasselbande











Mittwoch, 28. August 2013

Stuhltagebuch



Der gestrige Tag begann überragend und sollte sich auch so fortsetzen. In Vorbereitung auf die erste Surfeinheit, die massiv mit dem Frühstück kollidierte, wurde Marias Fuß in einer unbeweglichen Position auf dem Brett festgegipst. Das gestaltete zwar den Weg zum Strand relativ aufwendig, war aber sonst außerordentlich zweckmäßig. Rudimentäre Schmerzen waren auch sofort adrenalinneutralisiert, nachdem sie die erste tighte Welle gerippt hatte. Und davon gab es an diesem Morgen viele! Für Maria und mich war es sicher die beste Surfeinheit bisher, obwohl wir das ob unserer kolossalen  Fortschritte eigentlich neuerdings fast immer so empfinden. Auf jeden Fall war die ganze Gruppe völlig in Ekstase vor Glück und Zufriedenheit und es schallten ständig Jubelschreie übers Meer. In der Pause zwischen den Surfeinheiten sind wir mal schnell gucken gegangen, was die Jungs am anderen Strand so trieben. Sie gruben ein Loch  - was sonst. Das Loch nahm dann mit vereinten Kräften, auch trotzdem wir nicht in der Lage gewesen waren uns brauchbare Hilfsmittel zu verschaffen - hätte man vielleicht einen Doktortitel für gebraucht - gewaltige Ausmaße an. Allerdings stieß Raimund kurz bevor die Quelle des Glücks zu sprudeln beginnen konnten mit seinem Finger auf Stein. Mit einem Finger weniger konnten wir die Suche nach Wasser leider nicht fortsetzen und schwenkten um. Schnei wurde in das Loch geworfen und eingegraben. Das erschien uns klug, denn bisher hatte die Chemiekeule auch in 1000facher Standarddosierung seinen Spritzpups nicht zum Erliegen gebracht. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass er das Safeword "Melkfett" glücklicherweise nicht verwenden musste, auch wenn er sich bei seinen Befreiungsmanövern außerordentlich ungeschickt anstellte.

Dann ging es an die Abendgestaltung. Seit über einer Woche stand für uns fest: wir fahren alle nach Noja. Leider sahen das die Teamer mal wieder nicht so. Nach langen Diskussionen  erklärte sich Philipp, der Surflehrer der Jungs, aufopferungsvoll bereit, uns unseren Wunsch zu erfüllen. Wir werden ihm dafür auf ewig zu Dank verpflichtet sein. Nachdem dieser Entschluss gefasst war, ging es ans Vorglühen. Die Zeit war knapp und wir berieten was da die beste Herangehensweise sein könnte. Wir entschieden uns überraschenderweise gegen die Teilnahme an der vom Camp organisierten Drinkana, da dabei wie Raimund es formulierte "nicht genug Alkoholfluss pro Minute" erzeugt wird. Stattdessen spielten wir einfach ca. 13 Trinkspiele auf einmal. Dabei wurde auch das Gubbel Gubbelspiel rehabilitiert. Es gab dadurch natürlich einige Regeln und Hinterfrageraimund hatte es nicht einfach. Und dann ging es endlich los. Am Kreisverkehr wartete zwar das geballte Polizeiaufgebot Kantabriens auf uns und Frank hatte uns alle schon hinter Gittern gesehen - immerhin trug er keinen Sicherheitsgurt - aber es war ausreichend nachzuweisen, dass wir Deutsche waren und man ließ uns passieren.

Jetzt kommt der Grund, weshalb ich heute den Blogeintrag schreibe. Nämlich damit ich sagen kann, was in Noja passiert, bleibt in Noja! Nur so viel: Raimund entdeckte sein zweites Ich in Form eines spanischen Salsatänzers; Manu agierte als Rammbock in Menschenform auf der Suche nach einer mannstollen minderjährigen Spanierin (dabei waren rubinrote DNA Proben von Franks Wange sehr hilfreich) und fand einen Hack-Buddy; Schnei erwies sich als sehr hilfreich bei der Abwehr spanischer Zuneigungsbekenntnisse; Maria verbrachte viel Zeit damit 18-jährigen Spaniern ihre gesamte Lebensweisheit mit Schwerpunkt auf sexuellen Erfahrungen verbal zu vermitteln und legte sich dafür extra die Bettstimme eines 60-jährigen kettenrauchenden Reibeisens zu; Frank glühte komplett durch und rangelte sich mit einem Schweizer die Hände blutig und ich hatte gar keinen Spaß.

Dreifaches Gubbel Gubbel

Josi


Tägliche Einkaufsliste













Montag, 26. August 2013

Ich bin total nackt. Nackt!


Zuallererst möchte ich erwähnen, dass nichtsdestotrotz, dass viele Leute Wörter unnütz trennen, "Nichtsdestotrotz" genauso wie "zuallererst" zusammen geschrieben werden.

Gut, nachdem wir das geklärt haben, möchte ich von Marias Reitausritt am Freitag berichten. An all jene, die denken: "Höhö - die Kurthl mit ihrem Muschidiplom brauchte dazu kein Pferd!", seien folgende Worte gerichtet: es war ihr zweites Highlights des Urlaubs. Und zugleich ist es jetzt auch noch die einzige Möglichkeit sich fortzubewegen. Denn Kurthl leidet seitdem sie gestern in einer Barrel gedreht hat und vom Gegenverkehr doch sehr überrascht wurde und sich dabei den rechten Fuß nahezu gesprengt hat, leidet sie zeitgleich an einem Hexenschuss, der in Kombination mit jener Dysfunktionalität des Fußes zu einer gänzlichen Unbeweglichkeit führt

 
Unbeweglich waren wir Jungs heute auch. Zumindest fast. Wären wir nicht zum Mittagessen nach Ajo geradelt, hätte uns der Ermüdungstod eingeholt. Surfeinheiten wurden heute aufgrund von Regen und nassen Neos von uns aus abgesagt. Das Mittagessen in Ajo fiel leider aus, weil die Köchin schon weg war. 16 Uhr ist selbst für spanische Mittagsessenverhältnisse zu spät. Schade. So gabs die restlichen Tapas für 10 € inkl. Sättigungsbeilage. Anschließend noch in den Coviran - 30 l Bier, Rum bisschen Cola und so Zeugs. Hinzufügen möchte ich, dass Maria K. oder sagen wir lieber M. Kurth die Preise für Spirituosen sehr gut einzuschätzen vermag.

Während ich vor dem Küchenzelt sitzend Blog schreibe, werkeln die anderen drei am Abendbrot. Ich darf wegen meiner Diarrhö nicht. Dafür hat mir Josi eben noch Tabletten aus Ajo mitgebracht. Hoffentlich geht das bald alles wieder klar. Heute gibts es übrigens Nudeln mit Seefrüchten in einer Créme-Weißwein-Soße. Klingt gut. Riecht auch nach viel Knoblauch und Zwiebeln.
Nebenbei sei erwähnt, dass das Surfen derzeit wenig "ergiebig" ist. Die Wellen sind etwas "chaotisch". Viel Weißwasser, dass sehr hoch angeschossen kommt und "muy forte" ist. Etwas kräftiger als gewollt. Sozusagen. Gestern Abend wurde dann erst zum "Flip-Cup" geladen, später zum "Slap-Cup". Manuel aus Minga nutzte die Gunst der Stunde und schlug fünfmal ins Herz der Surflehrerseele. Von Schuldfühlen geplagt, trug er ihn anschließend zum Küchenzelt, um weiteres Bier zu holen. Raimund hatte selbiges vor, musste sich aber einer Ohrfeige eines spanischen trinkenden Spaniers geschlagen geben. Die Wellen heute waren wohl etwas besser. Sicherlich hätten die Wellen gerippt und permanent "Sicker Shit" rufen können, war uns dann aber doch zu blöd.

 
Georg, unser ehemaliger Surfassistent, gab zu, dass er unseren diesjährigen Blog schon mehrfach durchstöbert hat. Und, dass wenn er mittels "Strg + F" seinen Namen sucht, er auf 99 Hits kommt. Jetzt sind es 100 - herzlichen Glückwunsch, Jorge! Wenn du dann aus dem Internetz wieder raus bist, gehst du bitte ins Küchenzelt und bringst drei Bier für "Flip-Cup" oder "Bier-Pong" mit. Danke.

In diesem Sinne,

Grüß di!