Montag, 19. August 2013

Selbstgeißelung



Der gestrige Abend begann sehr vielversprechend: nachdem das Abendessen derart lecker war, dass es beim einen oder anderen zu tränenreichen emotionalen Ausbrüchen führte,  wurde die Literflasche Ramazotti  in Rekordzeit geleert. Nicht zuletzt weil wir in Akkordarbeitermanier unser Ödesgöd zu verschiedensten Melodien durchs Camp trällerten. Sicher zu Freude der anderen Campteilnehmer, die ihre Zeit nebenan mit einem Animationsspiel verbrachten. Leider kam es dann zu einigen schwäche- und krankheitsbedingten Ausfällen, sodass nur 50% unserer Gruppe bis zum Ende dabei waren. Wir haben auf jeden Fall viel gelernt: eine Bierdosenpyramide  ist nicht stabil genug, um ein Glas auf der Spitze zu halten - auch wenn man es wieder und wieder probiert und die Campgemeinde mit lauten Scheppern erfreut, Frank kann sich vor einer Zeltwand vollkommen überzeugend tarnen und der lauteste Schnarcher im Camp ist gekürt und sein Zelt mit Leuchtmitteln markiert.

 
Obwohl Ramazotti ja, wie allgemein bekannt, eine sehr wohltuende und gesundheitsfördernde Wirkung hat, fiel dem ein oder andern das Frühstück dann heute morgen noch etwas schwer und Manu hatte auch im restlichen Tagesverlauf so seine Probleme mit dem Surfen und sich selbst.
Beim Surfen wurden wir heute ordentlich durchgewaschen und das Wetter war auch nicht so pralle, so dass wir uns in der Pause mit Rangeln und aggressivem Frisbeespiel mit Adalbert warmhalten mussten. Nachdem wir gestern mit unserer positiven Verstärkung einen Surfschüler so beflügelt hatten, dass er, wohlgemerkt das erste Mal auf dem Surfbrett, sofort in der Lage war grüne Wellen rückwärts zu surfen, mussten wir diesen heute etwas Bremsen , um selbst motiviert zu bleiben. Fünf von sechs Teammitgliedern haben sich heute mal das Gesicht mit Tomatenmark eingeschmiert, aber wenn man sich im Camp so umsieht, scheint das modern zu sein.
Die größte Freude bereiteten uns heute die Jungs, die tagsüber einkaufen waren und so lagen 66 Liter Bier und viel Wasser unterm Weihnachtsbaum.
Für diese Beschaffungen scheuten sie keinen Mühen! Raimund gab alles - er ritt auf dem Bierthron nach Hause, und entkam in einer Verfolgungsjagd nur knapp der Polizei. Jetzt können wir endlich unser neustes Projekt, nämlich Flip Cup zu kommerzialisieren, umsetzen.

Bis morgen,
Maria und Josi












2 Kommentare:

  1. Kompliment, der Pferdebremsenlink hat mich sehr zum Lachen gebracht. Wen hat es denn erwischt? Meint ihr mit Adalbert DEN Adalbert?
    Schnei scheinen die Nackedeis ja ganz schön beeindruckt/erregt zu haben, wenn er jetzt auch schon ohne Brett mit (s)einer Naturfinne den Adler machen kann.

    Flo

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